Eva Fischer   

Autorin

 

 

 

 

 

Biografie

Studium der Sozialwirtschaft an der Kepler-Uni Linz

Diplomarbeit zum Thema „Meine Kunst ist Befreiungspolitik!" Eine Annäherung an die Arbeit von Joseph Beuys aus dem Blick­winkel der Gesellschaftspolitik

Grundlagenstudium der Kunstgeschichte und der Philosophie

Lehrgang "Kreative Kultur- und Bildungsarbeit"

mehrere Jahre Kunstvermittlung mit Schwerpunkt Gegenwartskunst

seit 2000 Autorin von Texten und Bildern

Bücher, Texte

2001 "Das Rosa rennt um sein Leben" (Bibliothek der Provinz)

2003 "und überhaupt" (Bibliothek der Provinz)

2007 "Vom Aufgehen der Wiesenknöpfe" (Privatedition)

2012 "Der Zufall blüht lila" (Privatedition)

2016 "Im Oberstübchen" (Resistenz-Verlag)

aktuell "Mein Freund, der Zufall", Überlegungen

Textbeiträge in: Die Rampe, Facetten, Kursiv, Landstrich, Salz, Die Presse

Marianne-von-Willemer-Literaturpreis

Bilder

Serien zu unterschiedlichen Themen in unterschiedlichen Techniken

Beispiele:

"Schnapp.Art", Was der Fall ist, ist oft eine Falle, Objekte

"Url", Hommage an das Amorphe, Malerei

"Ich denke glatt verkehrt", Floralontologische Wende, Mischtechnik

" Ohrenspitzer", Fotos

"Rosa will wohl", Zeichnungen

 

Mitglied der GAV

Mitglied der Galerie Die Forum Wels und der Vereinigung Kunstschaffender OÖ

 

 

Aus: "Mein Freund, der Zufall"

(Überlegungen)

 

Meine Texte sind entweder kurz oder sehr kurz. Oft ist mit einem Satz alles gesagt, also alles, was ich zu sagen habe.

*

Zwischen den Texten sind Sterne. Alles steht in den Sternen. Der Weltraum hebt alles auf. Einiges lässt er fallen. Zufallen. Auch mir. Der Zufall ist mein Freund.

*

Die Evolution strickt an ihrem Gesamtwerk. Ohne Unterlass. Masche für Masche. Der Mensch ist eines ihrer Werkstücke. Viel Arbeit steckt in ihm. Er bildet mit den anderen Teilen ein Ganzes. Der Faden des Ganzen durchzieht ihn. Der Mensch kann sich nicht ausfädeln, er ist untrennbar in das Gesamtwerk verstrickt.

*

Rückenschmerzen und Rundrücken gibt es nur, weil das Tier, das sich Mensch nennt, eines Tages aufrecht gehen und von oben herab schauen wollte. Wäre der Mensch Vierbeiner geblieben, die Schwerkraft würde ihn nicht beugen.

*

Das Glück köchelt still vor sich hin.

Man kann sich am Glück die Finger verbrennen.

Wenn das Glück zu brutzeln beginnt, fängt es oft zu stinken an.

*

Ansätze gibt es viele. Dass aus einem Ansatz ein starker Satz hervorgeht, ein Satz, der keinen Zusatz braucht, das ist selten.

*

Der Mensch ist ein Erdapfel. Ein Erdapfel nennt sich "Krone der Schöpfung". Das belustigt.

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Es gibt Gedichte, die ich mag. Es gibt Tausende, Abertausende, die ich nicht mag. Wenn mir ein Gedicht gefällt, schlage ich die neben meinem Schreibtisch hängende Glocke an. Der mittelhohe Ton klingt lange nach. Meine Freude schwingt mit. Gedichte, die mir gefallen, sind Glockenblumen.

*

Fünf Fragen zum Sein im Ganzen versus individuellem Bewusstsein:

 

Wie viel Sein passt in dein Bewusstsein?

Wie groß ist dein Trichter?

Womit füllst du dein Bewusstsein?

Bist du erfüllt?

Wohin rinnt der Überfluss?

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Lästige Gedanken sollte man an den Ohren ziehen, man sollte ihnen die Ohren langziehen, ja ihnen die Ohren herausdrehen. Wenn Gedanken nicht mehr hören, was ihnen eingesagt und zugeflüstert wird, verlieren sie ihre Kraft.

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Ein Satz kann Leitfaden oder Fangschnur oder Fallstrick sein.

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Mein Ganzes liegt im Wenigen. Es macht mir Freude, das Wenige herauszufinden, in dem mein Ganzes steckt.

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Was, wenn man die Wurzel aus der Wahrheit zieht?

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Ist die Wahrheit eine Fliege oder ein Pracker?

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Vielleicht ist hinter allem Geschehen ein Plan, ein großer Plan. Das ist möglich. Doch mein Verstand ist klein, da passt nichts Großes hinein. Ich lasse mich vom Zufall leiten. Mir ist der Zufall groß genug. 

*

Bevor ich rede, frage ich mich um Rat und lasse mich überlegen; dann schweige ich.

 

 

Kontakt

 

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Eva Fischer

Pfarrgasse 5, 4062 Kirchberg-Thening

e.fischer@gmx.at

0664 / 4149052

www.eva-­­fi­­­­­­­­­­­­­scher.net

 

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